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Am 16. Januar startet die ungarische Nationalmannschaft bei der Männer-Handball-Europameisterschaft – in diesem Artikel haben wir uns angeschaut, welche Ergebnisse von der Nationalmannschaft zu erwarten sind.
Am 15. Januar beginnt die Männer-Handball-Europameisterschaft 2026, die gemeinsam von drei skandinavischen Ländern – Dänemark, Schweden und Norwegen – ausgetragen wird.
Die Chancen, den Spielplan und die Gruppenaufteilung der Männer-Handball-EM 2026 haben wir in diesem Beitrag ausführlicher behandelt – diesmal beleuchten wir hingegen den erwarteten Auftritt der ungarischen Nationalmannschaft.

Männer-Handball-EM 2026 – ungarischer Kader
Nationaltrainer Chema Rodríguez musste im letzten Moment vor der Abreise eine niederschmetternde Nachricht verkraften. Es stellte sich nämlich heraus, dass der verletzungsgeplagte Bánhidi Bence letztendlich nicht mit der Mannschaft reisen konnte – das Team muss also ohne seinen Weltklasse-Kreisläufer eine gute Leistung abliefern. Mit Rosta Miklós hat Bánhidi zwar einen qualitativ hochwertigen Ersatz, doch nicht ohne Grund erklärte der Nationaltrainer, dass man angesichts von Bánhidis Fehlen auch die für die EM gesteckten Ziele überdenken müsse().
Abgesehen vom Fehlen von Bánhidi gibt es keine großen Überraschungen im ungarischen Kader. Máthé Dominik ist körperlich noch nicht in der Lage, eine Belastungsserie zu absolvieren, weshalb der Außenschütze auf eigenen Wunsch nicht in den Kader aufgenommen wurde – obwohl er beim Elverum bereits seit dem Sommer spielt.
Im Tor wird Bartucz László unsere Nummer eins sein, auf dem rechten Flügel ist die Rolle von Imre Bence unbestritten, und auf der Position des rechten Rückraumspielers wird Ilics Zorán die erste Wahl sein. Im Spielmacherbereich sind wir besonders gut aufgestellt – Fazekas Gergőt können sowohl Hanusz Egon als auch Lukács Péter entlasten.
Auf dem linken Flügel genießt Bóka Bendegúz seit Jahren das Vertrauen, im Rückraum können sich Bodó Richárd und Szita Zoltán die Aufgaben teilen. Auf der Kreisläuferposition kann Rosta Miklós nach dem Ausfall von Bánhidi aufrücken, im Angriff könnte ihn Papp Tamás zu entlasten versuchen.
TORHÜTER: Bartucz László (MT Melsungen – Deutschland), Palasics Kristóf (MT Melsungen – Deutschland), Andó Arián (Mol Tatabánya KC)
RECHTE AUSSEN: Imre Bence (THW Kiel – Deutschland), Rodríguez Pedro (Mol Tatabánya KC), Szilágyi Benjámin (OTP Bank-PICK Szeged)
RECHTE RÜCKRAUMSPIELER: Ilic Zoran (Orlen Wisla Plock – Polen), Ónodi-Jánoskúti Máté (USAM Nimes Gard – Frankreich)
SPIELMACHER: Fazekas Gergő (Orlen Wisla Plock – Polen), Hanusz Egon (Cesson Rennes – Frankreich), Lukács Péter (Elverum Handball – Norwegen), Pergel Andrej (BM Logrono La Rioja – Spanien)
KREISLÄUFER: Rosta Miklós (Dinamo Bucuresti – Rumänien), Sipos Adrián (MT Melsungen – Deutschland), Papp Tamás (Mol Tatabánya KC)
LINKE RÜCKRAUMSPIELER: Bodó Richárd (OTP Bank-PICK Szeged), Ligetvári Patrik (One Veszprém HC), Szita Zoltán (Orlen Wisla Plock – Polen)
LINKE AUSSEN: Bóka Bendegúz (Balatonfüredi KSE), Krakovszki Bence (MOL Tatabánya KC)
NATIONALTRAINER: Chema RODRÍGUEZ
Männer-Handball-EM 2026 – Ungarns Gruppe
Die ungarische Handball-Nationalmannschaft wurde bei dieser Europameisterschaft in die Gruppe F eingeteilt, wo sie gegen Polen, Italien und Island antreten muss. Gemäß dem Turniermodus kommen die ersten beiden Mannschaften der vierköpfigen Gruppe ins Hauptrundenturnier weiter – wofür die ungarische Nationalmannschaft auf dem Papier gute Chancen hat.
Laut den Buchmachern hat die ungarische Nationalmannschaft hinter dem traditionell starken Island die besten Chancen auf den Weiterkommen. Die italienische Mannschaft gehört nicht zur europäischen Spitze, von ihr muss man sich also keine Sorgen machen – die Polen hingegen befinden sich seit einiger Zeit in einem Generationswechsel und werden früher oder später wieder ein schlagkräftiges Team haben.
Auch deshalb äußerten sowohl die Spieler als auch der Nationaltrainer, dass das Auftaktspiel sofort von entscheidender Bedeutung sein werde – denn eine Niederlage gegen Polen könnte praktisch das Ausscheiden bedeuten.
Männer-Handball-EM 2026 – Spiele der ungarischen Nationalmannschaft
Die Spiele der ungarischen Nationalmannschaft in der Gruppe F sind folgende:
- 16. Januar 2026, 20:30 Uhr: Ungarn–Polen (M4 Sport)
- 18. Januar 2026, 20:30 Uhr: Italien–Ungarn (M4 Sport)
- 20. Januar 2026, 20:30 Uhr: Ungarn–Island (M4 Sport)
Männer-Handball-EM 2026 – Ungarns Chancen
Laut den Buchmacher-Quoten wird die ungarische Nationalmannschaft gemeinsam mit Island aus der Gruppe F weiterkommen und sich in der Hauptrunde behaupten können. Der Gruppensieg Islands wird mit einer Quote von 1,35 bewertet, der ungarische mit 3,50, während die Quoten der anderen beiden Teams bereits zweistellig sind – das heißt, dass Ungarn dem Kräfteverhältnis nach voraussichtlich den ersten oder zweiten Platz in der Gruppe F belegen wird.
In der Hauptrunde könnten dem Papier nach Kroatien, Schweden, die Niederlande und Slowenien die Gegner sein.
Männer-Handball-EM 2026 – Wo spielen die Ungarn?
Während der Gruppenphase wird die ungarische Nationalmannschaft ihre Spiele in Schweden, in der Stadt Kristianstad, austragen. Die Kristianstad Arena fasst 5.000 Zuschauer – bei ausverkauftem Haus dürfte die Atmosphäre in der Halle großartig sein. Dies sehen wir vor allem beim Spiel gegen Island als realistisch an.
- Gruppe: Gruppe F
- Stadt: Kristianstad (Schweden)
- Halle: Kristianstad Arena
- Gegner: Island, Polen und Italien
Sollte die ungarische Nationalmannschaft die Gruppe überstehen, wird sie die Spiele der Hauptrunde in Malmö austragen. Weitere Details findest du auf der offiziellen Website des Ungarischen Handballverbandes (MKSZ)

